Was ist Yogatherapie?

Bei der Yogatherapie werden die Methoden des Yoga angewendet, um Gesundheit zu erhalten oder Krankheiten zu heilen. Der Yoga als therapeutische Intervention war und ist Bestandteil des Ayurveda. Wissenschaftliche Studien konnten in den letzten Jahren wiederholt die Wirksamkeit von Yoga bei verschiedenen Krankheitsbildern belegen. Das hat dazu geführt, dass sich Yogatherapie als eine eigenständige Disziplin zunehmend etabliert.

Ein anderer Grund liegt in dem philosophischen Grundgebäude ("Samkhya Karika"), auf dem sowohl Ayurveda als auch Yoga aufbauen.  In diesem wird postuliert, dass Körper und Geist miteinander verbunden sind, der feine Geist den Körper sozusagen durchdringt. Daraus folgern Ayurveda und Yoga, dass Krankheiten in vielen Fällen auch eine geistige Ursache oder eine Verbindung dahin haben und somit  Körper UND Geist therapeutisch adressiert werden sollten. Dieses ganzheitliche Prinzip kennen wir auch hier im Abendland und wurde vor allem bei der griechischen Heilkunst zur Blüte geführt.

So spielt die Beruhigung des Geistes auch nei der Yogatherapie eine wichtige Rolle. 
 

Wie funktioniert Yogatherapie?

Das Wichtigste vorweg: Jeder Mensch, unabhängig von Alter und körperlichen Gebrechen, mit oder ohne Yogaerfahrung, kann therapeutischen Yoga üben. Die einzige Voraussetzung ist, dass man atmet!

Basis meiner therapeutischen Arbeit sind die Methoden des Klassischen Yoga nach Patanjali: dazu gehören die körperliche Übungen (Āsanas), die ganz individuell nach dem Beschwerdebild angepasst werden. Hier fliessen auch physiotherapeutische und medizinische Überlegungen mit ein. Die aufmerksame Atembetrachtung, die in Atem ausdehnende Atemübungen (Pranayama) überleiten kann, ist ein zentrales Element bei der yogatherapeutischen Arbeit. So schaffen wir Ruhe in unsere Gedanken und können meditative und kontemplierende Momente entstehen lassen. Selbstverständlich werden auch Entspannungstechniken eingebaut. 

Die Praxis kann so kurz wie 10 min oder so lange wie eine Stunde sein - das Entscheidende für die heilende Wirkung ist, dass wir die Zeit finden, regelmässig und oft zu üben. Deshalb entwickle ich mit den Patienten am liebsten kurze Praxen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Länger werden sie ganz von selbst, weil sie uns guttun.

Wann kann Yogatherapie helfen?

Chronische Zustände profitieren von Yogatherapie, aber auch akute Schmerz- und Stresssituationen. Yogatherapie wirkt vorbeugend, begleitend und unterstützt Heilung.

Meine Schwerpunkte sind:
Bewegungsapparat
z. B. Gelenkerkrankungen, Osteoporose, Rückenschmerzsyndrome, ISG-Syndrom, rheumatische Erkrankungen, 
Innere Medizin
z.B. Herz- und Kreislauferkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, Erkrankungen des Verdauungssystems, bösartige Neubildungen (Tumore), Kopfschmerzerkrankungen, 
Beschwerden des Alterns
Gesundes Älterwerden und Prophylaxe wie Therapie von Erkrankungen des Alterns
Frauenheilkunde
z.B. bei Störungen der Periode, Kinderwunsch, Geburtshilfe, Menopause
Nerven und Psyche
z.B. Depression, Burn-Out-Syndrom, Chronic-Fatigue-Syndrom

Bildquelle: Eigene Bilder