Yoga üben in der Gruppe

Unser Hatha Yoga Unterricht beinhaltet drei Elemente:

1. Körperhaltungen (Āsanas)

Dynamisch oder statisch ausgeführt in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, abhängig von den Übenden. Die Übungen werden atem-zentriert, also in den eigenen Atemrhythmus eingebunden, ausgeführt. Das fördert die Kohärenz von Bewegung, Atmung und Nervensystem und verhindert unangemessene Überforderung beim Üben,

Im Einklang mit der Funktionellen Anatomie zielen meine Āsana-Praxen auf eine gesunde Aufrichtung der Wirbelsäule, die Stärkung des gesamten Bewegungsapparates und die Erhaltung einer sinnvollen Flexibilität bis ins hohe Alter ab. 

2. Atemachtsamkeit und Atemübungen (Prānayāma)

Die Atemachtsamkeit, das Gewahrwerdens des Atmens wird schrittweise entwickelt. Wir unterscheiden den natürlichen von dem geführten bzw. sanft kontrolliertem Atem. Beim geführten Atmen ist das Ziel, diesen angenehm zu vertiefen und zu verlängern und auch Atempausen einzubauen. 

Die sanfte und stresslose Atembetrachtung hat eine unmittelbare und beruhigende Wirkung auf den Geist und das Nervensystem. Besonders bei der kontrollierten Atmung können die unterschiedlichen Atemräume erlebt, die Atmungsmuskulatur aufgebaut und Resilienz gegen Stress entwickelt werden.

3. Meditation (Dhārana)

Das atemzentrierte Üben führt schrittweise und effektiv in Richtung Stille. Die Beruhigung der geistigen Bewegungen wird mit Wahrnehmungsübungen, Visualisierungen oder auch der Wiederholung von einfachen Silben und Mantras unterstützt. Schrittweise beruhigen wir so unseren Geist und erleben Momente des einfach Da-Seins.

 

Kombination dieser drei Elemente

Körper- und Atemübungen sowie meditative Elemente unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung. In jeder Praxis verwebe ich die Elemente erneut, kreativ und sinnvoll für die Teilnehmenden miteinander, um den Geist mehr in die Ruhe zu bringen ohne dass ‚er’ sich langweilt und um allen, eine wohltuende Yogapraxis zu ermöglichen.

Das ist eine der fundamentalen Lehren von Sri T. Krishnamarcharya:
Āsanas, Pranayama und Meditation nicht nacheinander, sondern tatsächlich miteinander, fast spielerisch, zu kombinieren – je nach dem, wen man mit welchem Ziel unterrichtet. So kann der Unterricht immer wieder abwechslungsreich und individuell zugleich gestaltet werden.

Spezialkurs

Yoga bei Diabetes

Die therapeutischen Körperübungen, die Atem- und Entspannungstechniken sind gezielt auf die Bedürfnisse und Befindlichkeiten von Menschen mit Diabetes abgestimmt. In dem Kurs führe ich schrittweise in die Yogaübungen ein. Dabei spielen Atemregulation und das atemzentrierte Üben eine übergeordnete Rolle und bilden die Brücke zwischen körperlicher und mentaler Ebene. In den Yogastunden wollen wir Stress ab- und mehr innere Stabilität aufbauen. Dazu brauchen wir unseren Körper. Wir fördern Kraft und Beweglichkeit in angemessenen Schritten und passen traditionelle Yogaübungen kreativ an. Wir schulen die Körperwahrnehmung in Bewegung und in Ruhe. 

Kursdaten finden Sie hier. Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich gerne direkt bei mir.


 

Bildquellen: Körperhaltungen, Atemübungen und Meditation ©Anja Orttmann-Heuser; Frau im Schneidersitz ©Shutterstock