Yoga bei Diabetes - Ein ganzheitlicher Weg zur Prävention und Therapie von Typ-2-Diabetes

Was kann Yoga eigentlich zur Regulation unseres Stoffwechsels beitragen?

Mit dieser Frage beschäftige ich mich seit vielen Jahren – als Apothekerin, Yogatherapeutin und Ernährungswissenschaftlerin. Denn je mehr ich mich mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes beschäftigt habe, desto deutlicher wurde mir: Yoga kann hier auf erstaunlich vielen Ebenen ansetzen.

Bewegung aktiviert unsere Muskulatur und unterstützt die Aufnahme von Glukose. Atem- und Entspannungsübungen können helfen, Stressreaktionen zu regulieren. Und eine bewusste Yogapraxis kann dazu beitragen, den eigenen Körper und seine Signale wieder besser wahrzunehmen.

In meinem Buch erkläre ich verständlich, was bei Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes im Körper geschieht – und wie wir die verschiedenen Werkzeuge des Yoga gezielt nutzen können.

Dabei geht es nicht darum, möglichst lange oder kompliziert zu üben. Oft sind es gerade kleine, regelmäßig eingesetzte Bewegungseinheiten, eine kurze Atemübung oder ein Moment bewusster Regulation, die sich gut in den Alltag integrieren lassen.

Das Buch verbindet deshalb aktuelles Wissen über Insulin und Stoffwechsel mit konkreter Yogapraxis: mit Bewegung, Atem, Entspannung und Körperwahrnehmung – von ausführlicheren Übungsfolgen bis zu kleinen „Yoga-Snacks“ für zwischendurch.

Denn Yoga kann mehr sein als Bewegung – und Stoffwechselregulation mehr als Ernährung.

Mehr über meine Arbeit zu Yoga, Insulinresistenz und Stoffwechselregulation erfahren Sie auf meiner spezialisierten Website:

anja-orttmann-heuser.de

 

Yogapraxis mit Ayurveda vertiefen - Die transformative Kraft von Agni

Was bedeutet es eigentlich, eine Yogapraxis zu vertiefen?

Für mich bedeutet Vertiefung nicht unbedingt, mehr oder anspruchsvollere Übungen zu praktizieren. Eine Yogapraxis kann auf verschiedenen Ebenen wirken – körperlich, mental und emotional. Und genau hier eröffnet das ayurvedische Konzept von Agni, dem Feuer der Transformation, einen spannenden Blick auf Yoga.

Von meinen Lehrern A. G. Mohan und Indra Mohan habe ich gelernt, Agni weit über das Verdauungsfeuer hinaus zu verstehen. Die Vorstellung von Feuer als einer Kraft der Wandlung begegnet uns bereits in den Veden und entwickelt sich in späteren Texten auf unterschiedlichen Ebenen weiter: als äußeres und inneres Feuer, als Kraft der Verdauung und Transformation, aber auch im Zusammenhang mit Erkenntnis und innerer Entwicklung.

Aus diesem erweiterten Verständnis entstand das Modell, das den roten Faden meines Buches bildet:

Jathara Agni – Transformation auf körperlicher Ebene
Jnana Agni – Transformation auf mentaler Ebene
Dahara Agni – Transformation auf emotionaler und innerer Ebene

Im Buch gehe ich den Wurzeln dieser verschiedenen Dimensionen von Agni in den klassischen Schriften nach – und vor allem der Frage, was sie für unsere heutige Yogapraxis bedeuten können.

Dabei betrachten wir bekannte Techniken des Hatha Yoga neu: Tadaga Mudra, die Bandhas oder Maha Mudra werden nicht nur in ihrer äußeren Form untersucht, sondern danach, wie sie auf unterschiedlichen Ebenen erfahren und eingesetzt werden können.

Auch Bhavana, die bewusste Ausrichtung der Aufmerksamkeit, spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit einfachen inneren Bildern und kurzen Mantras lernen wir, die Yogapraxis über die rein körperliche Ebene hinauszuführen.

So wird Agni zu einem Leitmotiv für eine Yogapraxis, die nicht einfach nur mehr Übungen braucht, um tiefer zu werden – sondern mehr Bewusstheit dafür, was wir mit unserer Praxis eigentlich transformieren möchten.